Über unsere Selbsthilfegruppen HORIZONT

Die durch den Missbrauch während der Kindheit entstandene Narbe können wir nicht komplett "wegheilen". Wir bieten aber dazu Hand, um aus einer solch traumatischen Erfahrung hinauswachsen zu können.

Wenn Sie unsere Hilfsangebote noch gar nicht kennen und erst im Internet von uns erfahren haben: Unsere Selbsthilfegruppen bestehen aus Erwachsenen, Frauen wie Männer, die in Ihrer Kindheit oder im Erwachsenenalter sexuell ausgebeutet worden sind.

 

Die Selbsthilfegruppe HORIZONT will helfen und dazu beizutragen, dass die entstandene Verletzung weniger weh tut. Wir haben eine Frauengruppe und gemischte Gruppe.

 

Die Gruppen haben zum Ziel, bestehende Hilfsangebote wie Ärzte, Psychologen, Opferhilfe-Zentren u.s.w. zu ergänzen und werden vom kantonalen Sozialdienst Freiburg als Drittpartner in der Regelung für die Hilfe an Opfer von Straftaten anerkannt. Somit haben wir die Möglichkeit vom Frauenhaus Freiburg (Solidarité femmes) und der Opferhilfestelle Freiburg unterstützt zu werden. HORIZONT selbst ist als Vereinigung von jeder Institution unabhängig.

 

Unsere Gruppen treffen sich in Düdingen (FR), es besteht aber auch die Möglichkeit sich in Bern oder Freiburg zu treffen. Unser Hauptsitz befindet sich in Düdingen: Selbsthilfe HORIZONT, Postfach 89, 3186 Düdingen.

 

Im Herbst 1988 entstand im Anschluss an bereits bestehenden französischsprechenden Selbsthilfegruppen und verschiedenen Weiterbildungen der Gruppenleiterin die erste deutschsprachige Gruppe.

 

Die in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen wurden getestet und den Bedürfnissen der Beteiligten angepasst.

 

Anfangs 1999 entschlossen wir uns, die erprobten Strukturen besser zu verankern und HORIZONT zu gründen. Somit konnten wir im Mai 1999 unsere Gründungsversammlung durchführen und einen offiziellen Vorstand wählen.

 

Nach der Gründung der Vereinigung und der Bekanntmachung unserer Existenz meldeten sich weitere betroffene Frauen die aktiv an ihrer Verarbeitung arbeiten wollten, so dass im September 1999 die 2. Gruppe entstand.

 

Anlässlich ihrer Gründung hat HORIZONT in den "Freiburger Nachrichten" und "Radio Freiburg" Informationen für ein breites Publikum veröffentlicht.

 

Gleichzeitig erhielten alle Allgemeinärzte und Psychiater des Kantons unsere Broschüre und detaillierte Informationen. Nach mehreren Gesprächen mit dem Sozialdienst Freiburg wurde HORIZONT als Drittpartner in der Regelung für die Hilfe an Opfer von Straftaten anerkannt, was unsere Hilfeleistungen erheblich unterstützte und uns ermögllichte direkt mit dem Frauenhaus (Solidarité femmes) zusammen zu arbeiten. Das heisst, die Opfer können ihre Anonymität bewahren.

 

Im verlaufe der Zeit hatten wir dank verschiedener Geld- und Bücherspenden die Möglichkeit unsere Bibliothek weiter auszubauen und weitere Dokumentationen und nützliche Adressen, aber auch verschiedene Prospekte von ergänzenden Angeboten zu sammeln.

 

An der Generalversammlung vom 16. April 2004 konnten wir mit einem kleinen Imbiss und einem Glas Champagner zu unserem 5-jährigen Jubiläum anstossen.

 

Im Jahre 2004 entschluss die Generalversammlung, in Zukunft auch Männer in die Selbsthilfegruppe zu integrieren. Die Statuten wurden dementsprechend abgeändert. Es besteht aber eine rein Frauengruppe für Frauen, die unter sich austauschen möchten.

 

An der Generalversammlung im Frühling 2005 konnte der Vorstand durch einen Mann verstärkt werden, was unsere Arbeit im Vorstand bereicherte.

 

In all den Jahren wurden uns zwei Lokale zu einem kostengünstigen Preis zur Verfügung gestellt, zwei Zimmer bei der Firma Iseli in Düdingen und eine Mitbenützung des Schulungsraumes des Vereins für Integrierte Arbeitsmarktmassnahmen VAM in Düdingen. Wir möchten uns bei der Firma Iseli und beim VAM recht herzlich bedanken. Die Lotterie Romande verhalf uns zu einem gesicherten Bestehen der Vereinigung HORIZONT, auch dafür sprechen wir der Lotterie Romande unseren Dank aus.

 

Im Januar 2007 konnten wir Dank dem Angebot von Herrn Pfarrer Guido Burri und der Pfarreikommission Düdingen eine 2-Zimmer-Wohnung beziehen, in der wir uns gemütlich einrichten konnten. Herr Pfarrer Kessler von der Pfarrei Plaffeien hat sich freundlicherweise als Paten für mehrere Mieten zur Verfügung gestellt. Für diese wertvolle Hilfe möchten wir ein herzliches Dankeschön aussprechen.

 

Mit unserem Angebot hoffen wir, möglichst vielen Betroffenen Hilfe anbieten zu können um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

 

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